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Lärm

Ohne Vorwarnung wird der Cluster zerstört, als er mitten in dem fremden Sonnensystem materialisiert. Nur ein einziger Splitter überlebt in den Tiefen eines nahegelegenen Mondes. Als der Überlebende nach einer Regenerationsphase erste Analysen durchführt, macht er den Verursacher auf dem dritten Planeten schell ausfindig ...


Leseprobe
Kosz Orz rechts außen reagierte innerhalb einer Mikrosekunde, doch da war die Hälfte des Clusters bereits zerstört. Die Störfelder hatten nicht die erhoffte Wirkung und dämpften den Angriff nur um einen Bruchteil der Intensität.
Kosz Irz und Yrz tasteten den Raum ab und konnten gerade noch ihre Ergebnisse weitergeben, bevor sie starben. Nicht weit von hier lag ein Gasriese mit mindestens einem Dutzend Monden in der Umlaufbahn.
Kosz Orz fixierte die fünf nächstgelegenen Monde und entschied sich kurzerhand für den zweiten. Dadurch waren sie zwar einige Sekunden länger dem Angriff ausgesetzt, doch der auserwählte Mond besaß immerhin einen flüssigen Kern, und der könnte sich als lebensnotwendig erweisen.
Der Angriff war ohne Vorwarnung im selben Moment erfolgt, als sie in den Normalraum gefallen waren. Als ob man auf sie gewartet hätte. Orz hatte noch nie eine solch aggressive Attacke erlebt. Seine Gefährten zerstoben rund um ihn einer nach dem anderen und es blieb ihm keine Zeit, ihre Erinnerungen zu speichern.
Der Mond besaß eine dünne Atmosphäre, hauptsächlich aus Schwefel. Sie würden glühend und mit weiteren Verlusten auf der Oberfläche aufschlagen und einen Krater hinterlassen. Nach kurzer Übereinstimmung verringerten die verbliebenen Nagratoren die Geschwindigkeit nur geringfügig, denn jede Sekunde, der sie dem Angriff ausgesetzt waren, bedeutete ebenfalls Tod.
Die Geoiden waren bereits in tausend Splitter zerfallen und so konnten sie die Bodenbeschaffenheit nicht näher analysieren, auf die sie zurasten. Orz spürte, wie seine Substanz wie verrückt vibrierte, er war drauf und dran, seinen Verstand zu verlieren. Was ihnen entgegenschlug, klang wie das Gebrüll eines ganzen Planeten, hundertfach verstärkt.
Als die Mondoberfläche in greifbare Nähe rückte, waren nur noch zwei Prozent der Clusterstrukturen übrig. Keiner der noch funktionstüchtigen Elementarzellen war noch in der Lage, Signale auszutauschen, und Orz erging es nicht viel besser. Die Wellen kreischten mit unglaublicher Intensität durch seinen anisotropen Körper. Nur mit seinen allerletzten Energiereserven konnte er sich einen Weg durch den Wahnsinn bahnen, der mittlerweile in seinem Verstand tobte. Er hoffte, dass der Rest des Clusters noch wusste oder zumindest erahnte, was als letzter Ausweg noch getan werden musste. Kurz vor dem Aufprall verließen ihn seine Geister.




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